Initiativen und Standards
Mit entsprechenden internen Standards und Prozessen sowie der Ergreifung von Maßnahmen arbeiten wir daran, unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und weiterzuentwickeln. Dabei orientieren wir uns an international anerkannten Standards.
DEKRA unterstützt die zehn Prinzipien des UN Global Compact (UNGC). Der UNGC ist die weltweit größte Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Auf der Grundlage zehn universeller Prinzipien und der Sustainable Development Goals (SDGs) verfolgt er die Vision einer inklusiven und nachhaltigen Weltwirtschaft zum Nutzen aller Menschen, Gemeinschaften und Märkte, heute und in Zukunft.
- Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und achten.
- Unternehmen sollen sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.
- Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren.
- Unternehmen sollen für die Beseitigung aller Formen von Zwangsarbeit eintreten.
- Unternehmen sollen für die Abschaffung von Kinderarbeit eintreten.
- Unternehmen sollen für die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit eintreten.
- Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen.
- Unternehmen sollen Initiativen ergreifen, um größeres Umweltbewusstsein zu fördern.
- Unternehmen sollen die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien beschleunigen.
- Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.
Durch unsere Ausrichtung im Bereich Nachhaltigkeit und unsere Unterstützung der zehn Prinzipien des UN Global Compact streben wir an, einen Beitrag zum Erreichen der SDGs zu leisten. Durch unsere Geschäftstätigkeiten haben wir negative und positive Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung. Wir arbeiten darauf hin, orientiert auch an den 17 SDGs, die negativen Auswirkungen zu reduzieren und die positiven zu verstärken.
Die für uns im ersten Schritt wichtigsten SDGs werden im aktuellen DEKRA Nachhaltigkeitsmagazin hervorgehoben. Herausforderungen und Chancen, die wir im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne dieser SDGs identifiziert haben, werden dabei dargestellt (siehe Seiten 20-24).
DEKRA orientiert die Nachhaltigkeitsberichterstattung seit 2016 an den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). Der Kodex, der international als "The Sustainability Code" bekannt ist, bietet einen Rahmen für die Berichterstattung, der von Organisationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform genutzt werden kann. Initiiert wurde der DNK vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), einem Beratungsgremium der deutschen Bundesregierung. DEKRA ist Mentor für den DNK und unterstützt andere Unternehmen in Bezug auf den Standard. Für das Berichtsjahr 2022 wurde der Bericht im Jahr 2023 zum letzten Mal formell als DNK-Bericht vorgelegt und geprüft. Stattdessen orientiert sich der Nachhaltigkeitsbericht im Vorgriff auf die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und die zunehmende Internationalisierung der Berichterstattung nun formell an den GRI-Standards (siehe nächster Abschnitt).
| Liste der DNK-Kriterien: | |
| 1. Strategische Analyse und Maßnahmen | 11. Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen |
| 2. Wesentlichkeit | 12. Ressourcenmanagement |
| 3. Ziele | 13. Klimarelevante Emissionen |
| 4. Tiefe der Wertschöpfungskette | 14. Arbeitnehmerrechte |
| 5. Verantwortung | 15. Chancengerechtigkeit |
| 6. Regeln und Prozesse | 16. Qualifizierung |
| 7. Kontrolle | 17. Menschenrechte |
| 8. Anreizsysteme | 18. Gemeinwesen |
| 9. Beteiligung von Anspruchsgruppen | 19. Politische Einflussnahme |
| 10. Innovations- und Produktmanagement | 20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten |
Um der globalen Konzernstruktur Rechnung zu tragen, hat sich DEKRA entschieden, nach dem GRI-Standard als dem international führenden Standard für Nachhaltigkeitsberichterstattung zu berichten. Die jeweiligen Berichte werden extern durch GUTcert überprüft und validiert und enthalten nach wie vor auch Aspekte der Berichterstattung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK). DEKRA berichtet hiermit wesentliche Nachhaltigkeitsinformationen, um alle Stakeholder über das DEKRA Nachhaltigkeitsmanagement, die Standards, Prozesse, Ziele und Ergebnisse in Übereinstimmung mit den GRI-Standards zu informieren.
Die Global Reporting Initiative (GRI) ist eine unabhängige internationale Organisation mit Hauptsitz in Amsterdam und Regionalbüros auf der ganzen Welt, die Unternehmen, Regierungen und anderen Organisationen hilft, ihre Nachhaltigkeitsauswirkungen zu verstehen und zu kommunizieren.
EcoVadis Platinum Rating
DEKRA wird im Nachhaltigkeitsrating von EcoVadis mit „Platinum“, der bestmöglichen Auszeichnung, bewertet. Damit gehört DEKRA zu den Top-1-Prozent der bewerteten Unternehmen. EcoVadis ist der international führende Standard für Nachhaltigkeit in globalen Wertschöpfungsketten und zählt mit über 150.000 teilnehmenden Unternehmen in über 185 Ländern zu den wichtigsten Rating-Systemen für Nachhaltigkeit.
DEKRA SE (Group) hat in 2026 die Punktzahl auf 93/100 steigern können und erneut eine Platinum Auszeichnung erhalten. Damit erhält DEKRA die Platin-Medaille zum 5. Mal in Folge und bestätigt eine kontinuierliche Verbesserung im Vergleich zu vorherigen Ratingergebnissen (2020/21: 74 Punkte; 2022: 78 Punkte; 2023: 78 Punkte; 2024/25: 86 Punkte). Teil des Ratings sind die vier Bewertungskategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.
DEKRA hat sich 2021 bei der Science Based Targets initiative (SBTi) dazu verpflichtet in den kommenden zwei Jahren ein Emissionsreduktionsziel zu setzen, das mit dem 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens vereinbar ist. Die SBTi ist eine gemeinsame Initiative von Carbon Disclosure Project, UN Global Compact, World Resources Institute und dem WWF, und treibt ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen in der Wirtschaft voran, indem sie es Unternehmen ermöglicht, wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionsziele festzulegen. Die Initiative ist der weltweit größte und am schnellsten wachsende Zusammenschluss von Unternehmen, die dringend notwendige Maßnahmen für eine „1,5°C-Zukunft“ ergreifen.
Im April 2024 hat die SBTi das wissenschaftsbasierte Emissionsreduktionziel von DEKRA validiert. DEKRA verpflichtet sich, die absoluten Scope 1 und Scope 2 Emissionen bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2019 um 46,2 % zu reduzieren.
DEKRA verpflichtet sich außerdem, die absoluten Scope 3 Emissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen, brennstoff- und energiebezogenen Emissionen, Geschäftsreisen und Pendeln der Mitarbeiter um 27,5 % innerhalb des gleichen Zeitrahmens zu reduzieren. Der genaue Wortlaut kann auf der Webseite von SBTi eingesehen werden.
DEKRA treibt das Engagement für Umwelttransparenz voran, indem die eigenen Umweltauswirkungen über das Carbon Disclosure Project (CDP) offengelegt werden. Das CDP ist eine globale gemeinnützige Organisation, die die weltweit führende Plattform zur Offenlegung von Umweltdaten betreibt. Mit einer Anzahl von mehr als 20.000 Unternehmen, die im Jahr 2025 über CDP Bericht erstatten, ist die Offenlegung von Daten über die Umweltauswirkungen mittlerweile eine Geschäftsnorm.
DEKRA berichtet seit 2022 an das CDP und erhielt 2025 für den CDP-Fragebogen in der Kategorie KLIMAWANDEL die Bewertung A- im sogenannten Leadership-Level. Diese Bewertung zeigt die Bemühungen und Fortschritte von DEKRA beim aktiven Management der eigenen Umweltauswirkungen.
Eine außergewöhnliche Leistung wurde wiederholt in den Bereichen Ziele und Verifikation bescheinigt.
Die CDP-Bewertung bietet einen relevanten Rahmen für DEKRA, um seine Klimaziele im Einklang mit intern anerkannten Standards weiter voranzutreiben.